Solo CD "Mozart Portrait"

"Sie hat die Zauberstimme, die Mozart seine Schönheit, seinen Adel und eine sprühende Lebendigkeit bewahrt.[...] Natürlich ist ihr anscheinend unbegrenztes Höhenkapital das Hauptfaszinosum, aber auch die warme, volle Mittellage ist ein ideales Medium für alle Empfindungen, die bei reinen Koloratursopranen interpretatorisch auf der Strecke bleiben. Alles, was sie da singt, scheint ihr ganz leicht zu fallen - wenn ich ihr zuhöre, meine ich, sie müsste gar nie zu singen aufhören ..."
Der Neue Merker, März 2001, S.Pfabigan

"Fast zu schön, um wahr zu sein: So lautet das Fazit zu Elena Mosucs neuer CD. Anhand eines reinen Mozart-Repertoires zeigt die Rumänin, dass sie über einen der schönsten Koloratursoprane der heutigen Zeit verfügt, ausgestattet mit einem kostbaren, silbrigen, stets von einem Hauch Melancholie umwehten Timbre. Technische Mängel lassen sich bekanntermassen bei Mozart kaum verbergen, und so kommt man schon nach wenigen Minuten der CD ins Staunen, mit welcher Sicherheit Elena Mosuc [...] die anspruchsvolle Abfolge von Opern- und Konzertarien bewältigt. Die beiden Arien der Königin der Nacht, Prüfstein für jede Koloratursopranistin, gelingen Elena Mosuc beispielsweise makellos, ebenso die immens schwierige Konzertarie Vorrei spiegarvi, oh Dio, in der auch ein besonderes Markenzeichen ihrer Stimme, -die schwebenden, im Piano genommenen Höhen - zum besonderen Hörgenuss beiträgt. Doch besitzt Elena Mosucs Sopran, was für Koloratursoprane eher untypisch ist, neben der Leichtigkeit der Höhe auch eine solide Mittellage und lyrische Qualitäten, die eine Figaro-Contessa, deren Dove sono auf der CD enthalten ist, in greifbare Nähe für einer künftige Repertoireerweiterung rücken lassen. [...] Ein mitreissendes Exsultate jubilate beschliesst diese lohnenswerte Aufnahme der aufstrebenden Sopranistin [...]."
Opernglas, 2/2001, U. Ehrensberger

"Elena Mosuc singt berückend schön - dies ist der erste Eindruck beim Hören ihres Mozart-Rezitals, und er hält bis zum Schluss an: Ihr Sopran vereint Wärme und Stahlkraft, Fülle und Flexibilität und vermag so den lyrischen und den verzierten Passagen gleichermassen gerecht zu werden. [...] den Koloraturen der Königin der Nacht verleiht Elena Mosuc gestochen scharfe Kontur. In den Arien aus Don Giovanni beeindruckt, wie sie zwischen den Stimmfächern oszilliert, zwischen linearem und virtuosem Singen. Auch zu Exsultate jubilate findet sie einen natürlichen Zugang. [...]"
Neue Zürcher Zeitung, 13. Dezember 2000, Thomas Baltensweiler

"Elena Mosuc partage d'ailleurs avec Gruberova de nombreuses qualités vocales: un timbre très pur d'une grande intensité, une étendue vocale spectaculaire (jusqu'au contre-la), une technique sans faille, un souffle inépouisable et une projection insolente! En revanche, tous les petits "défauts" qu'on a coutume de reprocher à Gruberova (notamment ses aigus es suraigus pris par en dessous!) sont totalement absents du chant d' Elena Mosuc!"
Musique online, 2001, Jérôme Royer

"Wie kaum ein anderer, stellt Mozart höchste technische wie auch interpretative Ansprüche an die Interpreten seiner Vokalwerke. Da gilt es mit feinstem Silberstift belcantohafte Cantilenen nachzuzeichnen, im nächsten Moment einen dramatischen Ausbruch zu verkörpern, kraftvoll, doch stets kultiviert, um kurz darauf der Welt aus fernster Entrücktheit einen letzten Gruss zu senden; all dies immer mit Einfachheit und Natürlichkeit. Angefangen mit den beiden Arien der Königin der Nacht, dessen höchste Spitzentöne Mosuc wie messerscharfe Lichtblitze aus dem zornigen Mutterherzen hinausstösst, belebt die Sopranistin Elena Mosuc einige der wunderbarsten Mozartarien. Elena Mosuc zeigt uns Seelenbilder der Gräfin aus Figaros Hochzeit mit Hilfe eines mezza voce, das eingefädelt durch ein winziges Nadelöhr, in einen strahlenden Stern mündet. Oder sie lässt als Donna Anna (Don Giovanni) ihren Atem auf den Wellen einer meisterhaften Orchesterbegleitung reiten, mit fast virbratoloser Linie, schwebend und weltfern. Konstanzes Seufzerketten ziehen einem im Herzen. Die Koloraturen gestochen scharf, wie bunt gereihte Glasperlen, in denen sich das Sonnenlicht bricht. Den krönenden Abschluss bildet die Motette Exsultate Jubilate, in der Elena Mosuc alles mit einer Natürlichkeit in Töne verwandelt, als spräche sie stets nur singend, als lägen f und f'' direkt nebeneinander, mit einer Gelassenheit und Singfreude, die einen durch Mozarts Augen der Welt mit Lächeln begegnen lässt."
Applaus, 12/2000, Kathrin Feldmann