| Lucia di Lammermoor „Elena Mosuc hat nun als Donizetti-Bellini-Belcantistin absolute Vollendung erreicht. Was für eine wunderschöne Stimme, von der vollen, fraulich warm klingenden Tiefe und Mittellage bis hinauf in die Extremhöhen! Da tragen noch die feinsten Pianotöne und –phrasen, die geradezu im Raum schweben, da wird mit endlos scheinendem Atem Lucias empfindsame Seele in Leid und Freud’ vor uns gleichsam ausgebreitet, da gibt es aber Attacke, Temperament und innere Zusammenbrüche zu sehen und zu hören. Von Anfang an in losen weissen Gewändern auftretend, ist die sich anbahnende Auflösung einer Persönlichkeit aufgrund totaler Missachtung ihrer Eigenständigkeit durch die männliche Umgebung schon optisch vorprogrammiert. Frau Mosuc versteht sich in diesen Gewändern rollengemäss fast schwebend zu bewegen und auch mit ihrer sprechenden Mimik Lucias Gefühle zu vermitteln. Ein grossartiges Rollenportrait, das international konkurrenzfähig ist.“ „Zu feiern gab es zu Recht vor allem die fantastische Elena Mosuc in der Titelpartie und die Regiearbeit von Renata Scotto […]. Ihre Lucia war sinnlich, von emphatischer Liebe durchdrungen, kämpferisch anklagend, der Verzweiflung und Ohnmacht nah, dem Wahnsinn verfallen. In noch grösserem Ausmasse spiegelte jedoch ihre Stimme den Seelenzwiespalt der Titelfigur wider. Mosucs voller, weich und weiblich klingender, in der Höhe aufblühender Sopran faszinierte und fesselte von Beginn ihrer ersten Phrase an. Die stupende Technik, die ihr all die glasklaren Koloraturen, Triller, verzierenden Bögen und Läufe, vom Piano her anschwellende Spitzentöne und vieles mehr ermöglicht, schenkte dem Auditorium eine Sternstunde in Belcantomanier vom Feinsten.“ „La virtuosité vocale triomphe: […] Elena Mosuc déploie dans le rôle-titre une virtuosité insolente. Les notes aiguës sont émises avec une assurance technique éblouissante, les vocalises sont agiles et brillantes. De surcroît, la soprano possède un medium suffisamment corsé pour jouer des nuances, des couleurs, et varier ainsi l’ expression. Elle manifeste également à chaque note unse sensibilité musicale qui lui permet d’ offrir une interpretation émouvante de son personage.“ „In palcoscenico ha brillato di luce propria la squisita Lucia di Elena Mosuc, un soprano che da noi non ha guadagnato ancora la fama e la popolarità che si meriterebbe, per qualità in primo luogo vocali, dotata com’ è di una voce dal timbro vellutato e morbido, completa nei vari registri di soprano lirico e con una facilità e scioltezza nell’ aggredire le agilità, coronate tra l’ altro da sovracuti brillanti e sostenuti con fiati inesauribili. Dotata, in più, di una sensibilità innata di interprete, accurata nel fraseggio e toccante nell’ espressione. Dopo la „follia“ è stato un prevedibile tripudio.“ „Elena Mosuc captive l’ oeil comme l’ oreille. La voix est d’ une beauté absolue, la technique éblouissante, rompue aux artifices belcantistes […]“ „Elena Mosuc präsentierte sich als Lucia in Höchstform und erlebte einen triumphalen Erfolg […] Ihre Gestaltungskunst hat einen schier unerreichbaren Gipfelpunkt erreicht, der das Publikum zu Jubelstürmen hinriss.“ „Zu einer Sensation der Opernwelt gestaltete sich das Debut an der Bayerischen Staatsoper von Elena Mosuc in der Titelpartie. Ausgestattet mit mädchenhaftem Charme und einer weichen, anschmiegsamen Sopranstimme präsentierte sie uns die ausgefeiltesten Koloraturen, die selbst in den höchsten Höhen noch voll ausgereift und genau erklangen. Sie besitzt noch dazu eine perfekt erarbeitete Technik, die sie gerade in der Wahnsinnsarie voll einsetzte. [...] gelang ein Triumph des Belcanto." „Es kam, wie es sich gehört: am Ende einer Belcanto-Oper par excellence Ovationen für die Sänger. Die meisten davon für die Debütantin [...] Elena Mosuc in der Titelrolle. [...] Der Beifall setzte bereits nach ihrer ersten Arie ein und blieb ihr erhalten: für ihre glasklaren Koloraturen, für die dazugehörige Intonationssicherheit und auch für ihr Spiel, besonders in der ausgedehnten Wahnsinnsszene [...]." „Sternstunde und Tollhausstimmung im Nationaltheater [München]: Die Sopranistin Elena Mosuc begeisterte in Donizettis Lucia di Lammermoor: [...] und ersang sich Elena Mosuc [...] einen Sensationserfolg. [...] Das Wunder schien perfekt: Kein Lamento über den Besetzungswechsel, dafür atemlose Stille, Staunen und dann grenzenloser Jubel. Elena Mosuc kam, sang und siegte in einer Partie, die sich nur den Perfektesten der Sopranelite eröffnet. Mit gestochen scharfen Koloraturen, glasklaren Spitzentönen und einer weich timbrierten, klangschönen Mittellage durchmass sie Leidensfähigkeit und Wahnsinnszustand dieser grossen Frauenfigur von bewegender Eindringlichkeit." „Elena Mosuc sang die Lucia mit der Kultiviertheit und technischen Reife, die man von ihr gewohnt ist, aber darüber hinaus auch mit emotionaler Intensität, reichem Farbspektrum und starker darstellerischer Ausstrahlung."
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